Andrea Weidemann27.08.2026Wer heute eine Überweisung tätigt oder das Depot prüft, zückt ganz selbstverständlich das Smartphone. Dieser scheinbar einfache Vorgang ist das Resultat einer langen Entwicklung: In wenigen Jahrzehnten hat sich der Schweizer Finanzalltag von der physischen Schalterhalle in die (digitale) Hosentasche verlagert.
Sébastien Farré25.08.2026Anfang Dezember 1936 wurde der spanische Anarchist Ramón Mateo in Genf beerdigt. Der Trauerzug war zugleich eine öffentliche Kundgebung für die Spanische Republik.
Noëmi Crain Merz20.08.20261936 begeht Stefan Lux vor dem versammelten Plenum des Völkerbunds Suizid. Er will die Staatengemeinschaft dazu bewegen, der Politik des nationalsozialistischen Regimes entgegenzutreten.
Jose Cáceres18.08.2026Hans Erni malte 1939 das Wandbild «Die Schweiz, das Ferienland der Völker», das die Schweiz für die ganze Welt sichtbar machen sollte. Ein Jahr später half er während des Zweiten Weltkriegs, militärische Anlagen in den Bergen vor dem Gegner zu verstecken. Zwei Aufträge, ein künstlerisches Auge.
Christophe Droesch13.08.20261456 wurde ein Kessel Hirsebrei an einem Tag auf dem Wasserweg von Zürich nach Strassburg transportiert. Bei der Ankunft war der Brei immer noch warm. Die Reise wurde im Jahr 1576 wiederholt und als Meisterleistung gefeiert, unterstrich aber vor allem das Bündnis zwischen den beiden Städten in einer politisch und religiös angespannten Zeit.
Rolf Löffler11.08.2026Adolf Walter floh 1939 vor der Schweizer Justiz ins Deutsche Reich. Zurück in der Schweiz wurde er wegen Landesverrats verurteilt. Nach seiner Haftstrafe gelang ihm als Unternehmer der Schritt in ein bürgerliches Leben.
Jasmin Mollet06.08.2026Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wuchs die Kritik an dem Korsett: Es galt als gesundheitsgefährdend und einschränkend. Die Frauenbewegung kämpfte auch in der Schweiz für das Reformkleid – für Bewegungsfreiheit, Emanzipation und einen Schnitt, der dem Körper diente, anstatt einem Modediktat zu folgen.
Thomas Bochet30.07.2026Kaum ein militärischer Gegenstand hat so lange gedient wie das Ordonnanzrad 05. Es widerspiegelt durch seine Geschichte fast ein Jahrhundert Armee- und Alltagsgeschichte. Durch seine militärische und zivile Nutzung und sprichwörtliche Unzerstörbarkeit verkörpert es ein Stück Schweizer Identität.