Sébastien Farré25.08.2026Anfang Dezember 1936 wurde der spanische Anarchist Ramón Mateo in Genf beerdigt. Der Trauerzug war zugleich eine öffentliche Kundgebung für die Spanische Republik.
Noëmi Crain Merz20.08.20261936 begeht Stefan Lux vor dem versammelten Plenum des Völkerbunds Suizid. Er will die Staatengemeinschaft dazu bewegen, der Politik des nationalsozialistischen Regimes entgegenzutreten.
Christophe Droesch13.08.20261456 wurde ein Kessel Hirsebrei an einem Tag auf dem Wasserweg von Zürich nach Strassburg transportiert. Bei der Ankunft war der Brei immer noch warm. Die Reise wurde im Jahr 1576 wiederholt und als Meisterleistung gefeiert, unterstrich aber vor allem das Bündnis zwischen den beiden Städten in einer politisch und religiös angespannten Zeit.
Rolf Löffler11.08.2026Adolf Walter floh 1939 vor der Schweizer Justiz ins Deutsche Reich. Zurück in der Schweiz wurde er wegen Landesverrats verurteilt. Nach seiner Haftstrafe gelang ihm als Unternehmer der Schritt in ein bürgerliches Leben.
Roland Gröbli28.07.2026Da sich neu- und altgläubige Orte nicht auf eine gemeinsame Schwurformel einigen konnten, fand der letzte gemeinsame Schwurtag der Alten Eidgenossen vor 500 Jahren, am 28. Juli 1526, statt.
Janick Rüttimann09.07.2026Seit den 1920er-Jahren entwickelte sich Liechtenstein zu einem attraktiven Standort für Sitzgesellschaften und Treuhandgeschäfte. Zwar kritisierte die politische Schweiz diese Praxis immer wieder, jedoch profitierte der schweizerische Finanzplatz davon. Daraus entstand eine enge, aber konfliktbeladene Beziehung zwischen den beiden Nachbarstaaten.
Claudia Aufdermauer07.07.2026Arsenik ist als Mordgift um 1860 allgemein bekannt. Dennoch sind sich die Basler Behörden der Gefahren, die von einer arsenikbasierten Farbenproduktion ausgehen können, zunächst nicht bewusst. Nur der Kantonschemiker erkennt, dass die industrielle Verwendung des «Königs der Gifte» für Mensch und Umwelt unbeabsichtigte Folgen haben könnte.
Murielle Schlup30.06.2026Nach dem Überfall des faschistischen Italiens auf Abessinien 1935 bat der abgesetzte äthiopische Kaiser Haile Selassie den Völkerbund in Genf um Unterstützung. Vergebens. Die Schweiz betrachtete ihn als «lästigen Gast» und verwehrte ihm das Asyl.