Deux soldats de l’Armée suisse et un soldat de la Wehrmacht à la frontière franco-suisse de Goumois (JU), 1940.
Zwei Angehörige der Schweizer Armee und ein Mitglied der deutschen Wehrmacht an der schweizerisch-französischen Grenze bei Goumois (JU), 1940. memreg

Elsässi­sche Wehrdienst­ver­wei­ge­rer in der Schweiz

Nach der Annexion führte das Deutsche Reich 1942 die Wehrpflicht in Elsass-Lothringen ein. In der Folge flüchteten viele junge Männer in die Schweiz. Darunter auch René Grienenberger, der als einziger einer 18-köpfigen Gruppe den Fluchtversuch überlebte.

Christophe Droesch

Christophe Droesch

Christophe Droesch ist im Elsass geboren und aufgewachsen. Er arbeitet als Übersetzer und hat zahlreiche Beiträge des Blogs aus dem Deutschen ins Französische übersetzt.

Am Abend des 12. Februar 1943 versammeln sich 18 junge Männer in der elsässischen Gemeinde Ballersdorf, bevor sie gegen 22 Uhr zu Fuss in die Nacht aufbrechen. Ihr Ziel: die Schweizer Grenze, die etwa 15 Kilometer südlich liegt. Mit der Flucht wollen sie der Einberufung in die Wehrmacht entgehen.

Die 18- bis 33-jährigen sind mehrheitlich Bauern oder Studenten. Sie stammen aus Ballersdorf und den umliegenden Gemeinden. Ausgerüstet mit einigen Schusswaffen, wollen sie in die Schweiz gelangen, so wie es in den vergangenen Tagen bereits andere Gruppen von Wehrdienstverweigerern getan haben. Infolgedessen haben die deutschen Behörden ihre Massnahmen verstärkt. Die Grenzsoldaten zögern nicht, zu schiessen.

Die Männer meiden die Hauptverkehrsachsen und Dörfer, laufen querfeldein und orientieren sich am Mondlicht. Gegen Mitternacht erreichen sie die Nähe von Seppois-le-Bas. Vier Kilometer trennen sie noch von der Grenze. Plötzlich ertönen Schreie. Eine Patrouille deutscher Grenzsoldaten hat sie entdeckt. Es kommt zu einer Schiesserei. Auf elsässischer Seite gibt es drei Tote, auf deutscher Seite einen Schwerverletzten, der am nächsten Tag stirbt.

Wer überlebt, kehrt um. Nur einer von ihnen, René Grienenberger, beschliesst, weiter zu flüchten. Er läuft die ganze Nacht, muss jedoch am frühen Morgen feststellen, dass er sich verirrt hat und nur im Kreis gelaufen ist. Der junge Mann sucht Schutz auf einem Bauernhof, wo er mit Hilfe des Bauern drei Tage lang versteckt bleibt, während deutsche Patrouillen aktiv nach ihm suchen. Anschliessend verbringt er drei Monate auf einem anderen Bauernhof, bevor er von einer Schleuserorganisation in einem Güterzug in die Schweiz gebracht wird. Dort folgt die Internierung in einem Lager in Büren an der Aare (BE). Später arbeitet Grienenberger auf einem Bauernhof in Selzach (SO). Im Herbst 1944 tritt er der Groupe Mobile d'Alsace bei. Diese Einheit aus in die Schweiz geflohenen elsässischen Wehrdienstverweigerern beteiligt sich an der Befreiung des Elsass innerhalb der 1. Armee. Erst hier wird René Grienenberger das ganze Ausmass des Dramas bewusst, das sich nach seinem Fluchtversuch abgespielt hat.
Porträt und ausgefülltes Signalementsblatt von René Grienenberger.
Porträt und ausgefülltes Signalementsblatt von René Grienenberger.
Porträt und ausgefülltes Signalementsblatt von René Grienenberger. Schweizerisches Bundesarchiv / Schweizerisches Bundesarchiv
In den Tagen nach dem Fluchtversuch liessen die Gestapo und die SS die anderen Mitglieder der Gruppe und ihre Familien verhaften und verhörten sie in den Räumlichkeiten der Gestapo in Mulhouse. Danach wurden die Männer und ihre Familien im Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck interniert. Am 16. Februar verurteilte ein Sondergericht die Flüchtigen wegen «bewaffneter Zusammenrottung und versuchten unerlaubten Grenzübertritts» zum Tod. Am nächsten Tag wurden sie in der Sandgrube des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof hingerichtet und ihre Familien ins Dritte Reich deportiert.

Elsass-Lothrin­gen unter deutscher Besatzung

Wie kam es zum Fluchtversuch der jungen Elsässer? 1940 wurde Frankreich innert weniger Wochen während des Westfeldzugs von der Wehrmacht überrollt. Am 22. Juni 1940 schlossen die Franzosen in Compiègne einen Waffenstillstand mit weitreichenden Folgen. Fortan wurden 60 Prozent des französischen Territoriums in Europa durch die deutsche Wehrmacht besetzt, im unbesetzten Teil bildete sich das eng an Deutschland angelehnte Vichy-Regime. Kurze Zeit später wurde Elsass-Lothringen, das den heutigen französischen Départements Moselle, Bas-Rhin und Haut-Rhin entspricht, annektiert. Die dortige Bevölkerung wurde vom NS-Regime als ethnisch deutsch angesehen und unterlag daher denselben Pflichten wie das deutsche Volk.

Für die annektierten Gebiete folgte eine Phase der Germanisierung und Nazifizierung: Deutsch wurde zur Amtssprache, Lehrpersonen wurden «umerzogen» oder durch deutsches Personal ersetzt, und alle Spuren Frankreichs, von Denkmälern über Strassennamen bis hin zu Familiennamen, wurden beseitigt.
Politische Propaganda in einer Regionalzeitung, 1940.
Politische Propaganda in einer Regionalzeitung, 1940. Archives de Strasbourg, 505 FI 138
Die Verwaltung des Elsass wurde dem Gauleiter Robert Wagner, einem Nationalsozialisten der ersten Stunde, anvertraut. Wagner führte am 8. Mai 1941 den sechsmonatigen Reichsarbeitsdienst (RAD) ein. Davon betroffen waren etwa 70’000 Menschen im Alter von 17 bis 25 Jahren, darunter 15’000 junge Frauen. Ab August 1942 wurden junge Elsässer zum Militärdienst in der Wehrmacht und bestimmte Altersgruppen zur Waffen-SS verpflichtet. Wer sich weigerte, wurde mit Gefängnisstrafen, Deportation oder Einberufung in Disziplinarverbände der Wehrmacht bestraft. Eltern und Angehörige wurden ins Dritte Reich umgesiedelt und ihr Vermögen nach dem Prinzip der Sippenhaft beschlagnahmt. Insgesamt wurden 130’000 Elsässer und Lothringer zwangsrekrutiert und grösstenteils an die Ostfront geschickt. Die Zwangsrekrutierten werden «malgré-nous» (wider unseren Willen) genannt. Schätzungsweise 30'000 Männer kehrten nicht zurück.
Zeitungsaufruf zum Eintritt in die Wehrmacht.
Zeitungsaufruf zum Eintritt in die Wehrmacht. Archives de Strasbourg, 505 FI 1122
Foto von Robert Wagner (links) anlässlich der der Germanisierung der Strassennamen in Strassburg, 1940.
Foto von Robert Wagner (links) anlässlich der der Germanisierung der Strassennamen in Strassburg, 1940. Archives de Strasbourg, 1 FI 135 3

Die Folgen des Waffen­still­stands für die Schweiz

Der Waffenstillstand von Compiègne 1940 bedeutete die Niederlage des souveränen Frankreichs und brachte die Schweiz in eine schwierige Lage. Als neutraler Staat mit einer langen Tradition der Aufnahme von Flüchtlingen sah sie sich mit der Gefahr einer Invasion und der Infiltration deutscher Agenten unter den Flüchtlingen konfrontiert. Die Schweiz musste ihren humanitären Ruf, ihre begrenzten Ressourcen, den Schutz ihrer Grenzen und ihre Neutralität unter einen Hut bringen. Am 1. Oktober 1942 richteten die deutschen Behörden entlang der Vogesen und der Schweizer Grenze eine drei Kilometer breite Sperrzone ein, um Fluchtversuche zu verhindern.
Die Zonen in Frankreich nach dem Waffenstillstand 1940.
Die Zonen in Frankreich nach dem Waffenstillstand 1940. Wikimedia
Anfang 1943 beschleunigte sich die Einberufung der Wehrpflichtigen und betraf immer mehr Jahrgänge, da der Bedarf der deutschen Armee insbesondere nach der Niederlage von Stalingrad stieg. Neben Einzelüberläufen in die Schweiz (zu Fuss, mit dem Zug oder sogar schwimmend über den Rhein) wurden elsässische Flüchtlingsgruppen immer zahlreicher. Die «Espenkolonne» vom 10. Februar 1943 sticht in diesem Zusammenhang besonders hervor, da an diesem Abend nicht weniger als 183 Flüchtlinge aus Riespach und den umliegenden Gemeinden gemeinsam die Grenze bei Bonfol (JU) überquerten. Die beiden anwesenden deutschen Grenzsoldaten leisteten keinen Widerstand, in der Folge wurden jedoch 24 Familien aus Riespach ins Dritte Reich deportiert. Zwei Tage später folgte der misslückte Versuch der Gruppe aus Ballersdorf, am selben Abend überquerte eine Gruppe von 36 Männern erfolgreich die Grenze. Am nächsten Tag passierten weitere 87 Personen den Zollposten Rodersdorf (SO). Diese Vorkommnisse führten auf deutscher Seite zum Erlass einer Verordnung über die Sippenhaft, welche auch rückwirkend die «Umsiedlung» der Familien als Vergeltungsmassnahme legitimierte. Elsässische Dienstverweigerer flohen fortan zusammen mit ihrem engsten Familienkreis. Auch Elsässer, die bereits deutsche Uniformen trugen, desertierten während ihres Urlaubs.
 
Dank einer Vereinbarung mit der französischen Vichy-Regierung wurden elsässische Flüchtlinge, die in die freie Zone (den nicht von der deutschen Armee besetzten Teil Frankreichs) gelangen wollten, erst von den Schweizer Behörden nicht zurückgewiesen. Sie wurden befragt und dann via Genf nach Annemasse abgeschoben. Die Kosten wurden von Frankreich getragen.

Internie­rung in der Schweiz

Die Transitreisen nach Annemasse endeten nach der Landung der Alliierten in Nordafrika im November 1942, als die freie Zone von deutschen und italienischen Truppen besetzt wurde. Ende 1942 richteten die Schweizer Behörden ein zentralisiertes System für die Aufnahme, Unterbringung und Internierung von Flüchtlingen ein und erhöhten die Aufnahmekapazitäten stark.

Die Elsässer, die an der Nordwestgrenze aufgenommen wurden, brachte man zunächst in Aufnahme- und Durchgangslager, häufig in die unter militärischer Kontrolle stehenden Lager in Büren an der Aare (BE) und Büsserach (SO). Dort wurden sie einer medizinischen Untersuchung und einem polizeilichen Verhör unterzogen. Anschliessend wurde ihnen die offizielle Entscheidung über ihre Aufnahme und Internierung in der Schweiz mitgeteilt, bevor sie abhängig von ihrer körperlichen Verfassung und ihren finanziellen Mitteln in Arbeitslagern, landwirtschaftlichen Betrieben oder bei Bekannten untergebracht wurden. Die Arbeit in den Lagern umfasste Tätigkeiten wie die Rodung von Brachland, die Torfgewinnung (wie in Tramelan im Berner Jura), den Strassenbau oder Erdarbeiten entlang der Rhône (wie in Visp). Deserteure der Wehrmacht wurden gemäss der Haager Konvention in Militärlagern interniert.

In Cossonay (VD) richteten die Verantwortlichen ein Arbeitslager für Akademiker mit 120 Franzosen, davon die Hälfte Elsässer, ein. Ein Seelsorger in den Internierungslagern, Pater Keller, hatte dies den Bundesbehörden vorgeschlagen. Zwischen Juli 1943 und Juli 1944 konnten Flüchtlinge mit Gymnasialabschluss und diejenigen, die bereits die Universität besuchten, ihr Studium dort fortsetzen. Vormittags halfen sie beim Entwurzeln und Entwässern von Parzellen im Norden der Gemeinde. Der Nachmittag war dem Studium gewidmet, das von einigen Internierten geleitet wurde, gelegentlich mit Unterstützung renommierter Professoren der Universität Lausanne. Das Lager wurde am 14. Juli 1944 offiziell geschlossen, da es nach der Landung der Alliierten in der Normandie und in Aussicht auf die Befreiung Frankreichs zu zahlreichen Fluchtversuchen in Richtung Savoyen gekommen war. Die Internierten verlegte man daraufhin in das Lager Zweidlen (ZH), nur einen Kilometer von der deutschen Grenze entfernt: Eine radikale Massnahme, die den Fluchtversuchen jedoch kein Ende setzte.
Internierte führen ihr Studium fort, März 1944.
Internierte führen ihr Studium fort, März 1944. A. Bihry, zVg
Bild 01 von 04
Die Internierungslager in Cossonay ...
Die Internierungslager in Cossonay ... A. Bihry, zVg
Bild 01 von 04
... Siehen-Eggiwil ...
... Siehen-Eggiwil ... J.P. Spenlé, zVg
Bild 01 von 04
... und Tramelan. Der Historiker Daniel Morgen schätzt, dass bis November 1942 insgesamt 3220 Elsässer und Lothringer über die Schweiz in die freie Zone flohen und zwischen November 1942 und Mai 1945 insgesamt 4500 interniert wurden.
... und Tramelan. Der Historiker Daniel Morgen schätzt, dass bis November 1942 insgesamt 3220 Elsässer und Lothringer über die Schweiz in die freie Zone flohen und zwischen November 1942 und Mai 1945 insgesamt 4500 interniert wurden. A. Bihry, zVg
Bild 01 von 04

Organi­sier­ter Widerstand aus der Schweiz

Anfang 1942 beschloss die elsässische Widerstandsbewegung Réseau Martial, geheime Einheiten zu bilden. Es wurden drei Groupes mobiles d'Alsace (GMA) gegründet: die GMA Sud in der Südzone Frankreichs, die GMA Vosges und die GMA Suisse. Letztere wurde von Kommandant Georges geleitet, der im Oktober 1943 die Schweizer Grenze überquert hatte. Unterstützt wurde er von Pater Keller, Mitarbeitenden des französischen Konsulats in Basel und der Aide fraternelle aux réfugiés français (AFRF), einer Vereinigung unter der Leitung von Pierre de Leusse, dem Vertreter der provisorischen Regierung von General De Gaulle. Das Komitee «Freies Frankreich» in London finanzierte die GMA Suisse via Allen Dulles, dem Leiter des US-Nachrichtendienstes OSS in Bern.

Die Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 gab der der GMA einen zusätzlichen Schub. Kommandant Georges und sein geheimer Stab in der Schweiz schafften es, zwischen 1800 und 2000 Männer zu rekrutieren, darunter 200 Deserteure der Wehrmacht. Diese Soldaten wurden mithilfe von Listen gefunden, die vor allem dank Keller zustande kamen. Als Lagergeistlicher verfügte er über grosse Bewegungsfreiheit und hatte auf eigene Initiative Informationen gesammelt, mit denen sich Männer in 86 Lagern und bei zahlreichen Privatpersonen im ganzen Land ausfindig machen liessen.

Die Rekrutierung der Truppen sowie ihre eventuelle Repatriierung wurden mit den Schweizer Behörden verhandelt. Diese waren während des gesamten Krieges bemüht, die Beziehungen zu den französischen Behörden aufrechtzuhalten, vermieden aber alles, was von Nazi-Deutschland als Provokation aufgefasst werden konnte. Als sich die Niederlage des Deutschen Reiches abzeichnete, verfolgten die Schweizer Behörden eine pragmatische Politik gegenüber dem freien Frankreich.

Die GMA Suisse hatte ursprünglich das Ziel, die Alliierten zu unterstützen, indem sie hinter den feindlichen Linien zwischen den Vogesen und der Schweizer Grenze intervenierte. Die Schwierigkeiten bei den alliierten Waffen- und Ausrüstungsabwürfen in den Vogesen sowie die Bedeutung dieses Gebiets für die deutschen Militärbehörden machten jedoch eine Änderung des Auftrags erforderlich. Die GMA Suisse wurde in die französische Armee von General de Lattre de Tassigny integriert, dessen Einheiten in der Provence gelandet waren und nun das Rhônetal hinaufmarschierten.

Anfang September 1944 erhielten die Rekruten der GMA Suisse ihren Einsatzbefehl. Das französische Konsulat in Basel liess ihnen einen Sack mit Lebensmitteln, Ausrüstung und einem Transportgutschein zukommen, mit dem sie einen Sammelpunkt der Schweizerischen Bundesbahnen erreichen konnten. Mit den Schweizer Behörden war vereinbart, dass diese die Anträge auf freiwillige Rückführung der französischen Internierten annahmen und die administrativen Schritte für ihre Ausreise einleiteten.
Ein erster Transfer fand am 21. September statt: 200 Rekruten wurden von der Schweizer Armee in ein Lager am Col-des-Roches in der Nähe von Le Locle (NE) verlegt. Von dort aus wurden sie mit Lastwagen der französischen Armee nach Ornans im Département Doubs und dann ins Lager Valdahon gebracht, wo sie ausgebildet und ausgerüstet wurden.

Innerhalb der 1. Armee nahmen die Bataillone der GMA Suisse an den Kämpfen im November 1944 entlang der Schweizer Grenze teil, einer Gegend, aus der viele von ihnen stammten. Unter ihnen auch René Grienenberger, der einzige Überlebende der Fluchtgruppe aus Ballersdorf.
«Jetzt awer nüss!» (Jetzt aber raus). Gegenplakat nach der Befreiung des Elsass, 1945.
«Jetzt awer nüss!» (Jetzt aber raus). Gegenplakat nach der Befreiung des Elsass, 1945. BnF Gallica
Die Elsässer wurden ab dem 10. Dezember 1944 von ihren militärischen Verpflichtungen befreit, und die GMA wurde am 31. Dezember aufgelöst. Einige entschieden sich für einen erneuten Einsatz für die französische Armee. Andere gingen in ihre Dörfer zurück, wo sie noch Monate auf die Rückkehr ihrer Familien aus Deutschland warten mussten. Nach mehr als vier Jahren unter der Nazi-Herrschaft wurde es im Elsass Zeit für den Wiederaufbau.

Weitere Beiträge