Marilyn Umurungi18.06.2026Die Berner Chemikerin Gertrud Woker erforschte als eine der ersten Frauen Europas die tödliche Wirkung von Giftgasen. Sie kämpfte ihr ganzes Leben dafür, dass ihre Erkenntnisse nicht für den Krieg missbraucht würden. Bewundert und angefeindet zugleich, blieb sie eine Figur, die ihre Zeit überforderte.
Adrian Baschung09.06.2026Die Waffenfabrik Solothurn AG fand sich nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nur auf der Schwarzen Liste der Alliierten wieder, sondern wurde auch in einen langwierigen Liquidationsprozess verwickelt. Was sollte mit den eingelagerten Waffen geschehen? Ein verlockendes Angebot kam 1951 unverhofft aus Hollywood.
Kathrin Utz Tremp02.06.2026Das Journal des Freiburger Staatsarchivars Tobie de Raemy während der ersten beiden Jahre des Ersten Weltkrieges erlaubt einen besonderen Blick auf die damaligen Spannungen zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz. Exemplarisch dafür stehen die Tumulte am Freiburger Bahnhof bei der Durchfahrt von Verwundetentransporten aus Deutschland und Frankreich.
François Wisard05.05.2026Harald Feller wurde 1945 von den Sowjets in Budapest entführt. Er verbrachte ein Jahr in Stalins Gefängnissen, gleichzeitig wurde in der Schweiz gegen ihn ermittelt. Nach seiner Rückkehr wurde der Berner von allen Vorwürfen entlastet. Interessiert hat das allerdings niemanden.
Felix Frey02.04.2026Zwischen 1888 und 1952 fertigte die Landestopografie geheime, grossmassstäbige Karten der schweizerischen Festungsgebiete an. Unter grossen Entbehrungen entstanden, sind sie bis heute faszinierende Zeugnisse einer vergangenen Bergwelt.
Andrej Abplanalp10.03.2026Im März 1945 verhandelte Karl Wolff mit den Alliierten in Ascona über eine Kapitulation der Deutschen in Norditalien. Nach dem Krieg erhielt der SS-General Hilfe aus der Schweiz und den USA, um nicht als Kriegsverbrecher verurteilt zu werden.
Lukas Vogel17.02.2026Gemeinsam versuchten Heinrich Angst, der erste Direktor des Landesmuseums, und der deutsche Sozialist August Bebel den Ersten Weltkrieg zu verhindern. Vergebens.
Carmen Bortolin12.02.2026Während des Zweiten Weltkriegs brachte das Schweizerische Rote Kreuz tausende kriegsgeschädigte Kinder aus Frankreich in die Schweiz. Was als humanitäre Hilfe galt, diente auch politischen Zwecken – doch nicht alle Kinder waren willkommen.