
Vom Bankgeheimnis und vom Bankensterben
Wie sah das Bankgeheimnis aus, als es noch salonfähig war? In ihren Bildern erzählt die Werbung der Schweizer Banken viel über die Geschichte dieser Branche. Zum Beispiel über den internationalen Aufstieg des Finanzplatzes. Und über eine beispiellose Flurbereinigung.
Die Informationen zur Geschichte der Bankenbranche in diesem Text beruhen hauptsächlich auf dem Kapitel «Finanzplatz Schweiz» von Malik Mazbouri, Sébastien Guex und Rodrigo Lopez im Standardwerk «Wirtschaftsgeschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert» von 2012. Über die Geschichte der modernen Werbung und über Werbung als historische Quelle informiert der Sammelband «Bilder vom besseren Leben» von 2002, herausgegeben von Daniel Di Falco, Peter Bär und Christian Pfister.
Von der kleinen Kasse zur gefrässigen Grossbank


Von der Wiege bis zur Bahre: Die Banken konkurrieren um die Spargelder einer breiten Kundschaft. Werbung der Waadtländer Kantonalbank (1990) und der Migros-Bank (1981). Banque Cantonale Vaudoise / Schweizerische Nationalbibliothek


Von den expandierenden Grossbanken bedrängt, beriefen sich die kleinen Institute auf ihre Tradition und die Nähe zur Kundschaft. Gewerbekasse in Bern (ab 1997 Valiant, Plakat von 1977) und Hypothekarkasse des Kantons Bern (ab 1991 Berner Kantonalbank, Plakat von 1981). Schweizerische Nationalbibliothek / Schweizerische Nationalbibliothek
Bankenland Schweiz
Die Schweiz zählt zu den bedeutendsten Finanzplätzen der Welt – doch was macht sie eigentlich zum Bankenland? Die Ausstellung zeigt, wie tief das Bankwesen in der Schweizer Identität verwurzelt ist. Jüdische Geldverleiher, lombardische Händler und später städtische «Wechselstuben» legten den Grundstein für den modernen Finanzplatz. Die Ausstellung beleuchtet nicht nur die historischen Entwicklungen, sondern lädt Besucherinnen und Besucher auch zur Auseinandersetzung mit dem Bankenland von heute ein.


