
Netzwerke zwischen Luzern und Zürich: Johann Karl Bossard und Gustav Gull
1898 gestaltete der Architekt Gustav Gull zwei Pokale, die er mit dem Luzerner Goldschmiedeatelier von Johann Karl Bossard verwirklichte. Im selben Jahr wurde das von Gull entworfene und erbaute Schweizerische Landesmuseum in Zürich eröffnet. Die weitreichenden Netzwerke um Gull und Bossard finden bei der Museumsprojektierung zusammen.
Für Koller gestaltete Gull einen Buckelpokal aus getriebenem Silber, dessen Kuppa inwendig vergoldet und mit dem Wappen Kollers am Boden versehen ist. Der Fuss wird von einer gravierten Widmung umzogen. Dessen Unterseite zeigt die Namen der Stifter.
Stadler hatte sich bereits in den 1860er-Jahren für die Schaffung eines Gewerbemuseums und einer damit verbundenen Kunstgewerbeschule in Zürich eingesetzt; das Museum konnte 1875, die Schule 1878 in Zürich Selnau eröffnet werden. In Zürichs Bewerbung um den Museumsitz wurden die Institutionen dem Schweizerischen Landesmuseum angeschlossen und 1895 konnte die Kunstgewerbeschule den Unterricht im Annex des noch in Ausführung begriffenen Landesmuseums aufnehmen.




