
Ein Schweizer Diplomat in Stalins Kerker
Harald Feller wurde 1945 von den Sowjets in Budapest entführt. Er verbrachte ein Jahr in Stalins Gefängnissen, gleichzeitig wurde in der Schweiz gegen ihn ermittelt. Nach seiner Rückkehr wurde der Berner von allen Vorwürfen entlastet. Interessiert hat das allerdings niemanden.
Die Schweizer Botschaft 1944 in Budapest
Die Schweizer Botschaft (damals Gesandtschaft unter der Leitung eines bevollmächtigten Ministers) zählt drei Diplomaten und mehrere Dutzend Konsularbeamte, Sekretäre, Dolmetscher und anderes Personal, Schweizer und Ungaren. Sie befindet sich – wie noch heute – an der Stefánia ut, östlich der Donau.
Die im November 1944 im Palais Esterházy westlich der Donau in Buda eröffnete Kanzlei verfügt über einen grossen Luftschutzbunker. Während sich Harald Feller dort aufhält, übernimmt Max Meier, zuständig für die Visa-Ausstellung, de facto die Verantwortung für das Gebäude an der Stefánia ut.
Die wichtige Abteilung für fremde Interessen, geleitet von Carl Lutz, wird im Gebäude der ehemaligen amerikanischen Botschaft in Pest eingerichtet, er selber residiert in Buda. Botschafter Maximilian Jaeger wird nach dem Pfeilkreuzler-Putsch abberufen, sein Stellvertreter kehrt aus gesundheitlichen Gründen in die Schweiz zurück. Damit steht Feller ab Anfang Dezember 1944 an der Spitze der Botschaft.
Die im November 1944 im Palais Esterházy westlich der Donau in Buda eröffnete Kanzlei verfügt über einen grossen Luftschutzbunker. Während sich Harald Feller dort aufhält, übernimmt Max Meier, zuständig für die Visa-Ausstellung, de facto die Verantwortung für das Gebäude an der Stefánia ut.
Die wichtige Abteilung für fremde Interessen, geleitet von Carl Lutz, wird im Gebäude der ehemaligen amerikanischen Botschaft in Pest eingerichtet, er selber residiert in Buda. Botschafter Maximilian Jaeger wird nach dem Pfeilkreuzler-Putsch abberufen, sein Stellvertreter kehrt aus gesundheitlichen Gründen in die Schweiz zurück. Damit steht Feller ab Anfang Dezember 1944 an der Spitze der Botschaft.
Sowjetische Verhöre in Budapest und Moskau
Harte Verhandlungen in Bern
Ermittlungen seit Mai 1945
Harald Feller. Retter von Verfolgten, Gefangener von Stalin
François Wisard hat die erste Biografie über Harald Feller geschrieben. Darin zeichnet er das Leben des Berners nach, der Menschen vor den Nazis gerettet hat, nach Moskau verschleppt wurde und sich später in der Heimat vor einem Richter verantworten musste, nach. «Harald Feller. Retter von Verfolgten, Gefangener von Stalin. Die Leben eines Schweizer Diplomaten in Budapest» ist 2025 im Verlag elfundzehn erschienen und im Buchhandel erhältlich.


