Maël Roumois01.09.2026Von Reisläufern über Hundertschweizer zu Fremden Diensten – die in ganz Europa gefürchteten Schweizer Söldner führten ab dem 17. Jahrhundert in französischen Diensten erstmals Regimentsfahnen mit geflammten Eckquartieren. Sie wurden zum Symbol des ruhmreichen Schweizer Soldatentums.
Sébastien Farré25.08.2026Anfang Dezember 1936 wurde der spanische Anarchist Ramón Mateo in Genf beerdigt. Der Trauerzug war zugleich eine öffentliche Kundgebung für die Spanische Republik.
Noëmi Crain Merz20.08.20261936 begeht Stefan Lux vor dem versammelten Plenum des Völkerbunds Suizid. Er will die Staatengemeinschaft dazu bewegen, der Politik des nationalsozialistischen Regimes entgegenzutreten.
Jose Cáceres18.08.2026Hans Erni malte 1939 das Wandbild «Die Schweiz, das Ferienland der Völker», das die Schweiz für die ganze Welt sichtbar machen sollte. Ein Jahr später half er während des Zweiten Weltkriegs, militärische Anlagen in den Bergen vor dem Gegner zu verstecken. Zwei Aufträge, ein künstlerisches Auge.
Rolf Löffler11.08.2026Adolf Walter floh 1939 vor der Schweizer Justiz ins Deutsche Reich. Zurück in der Schweiz wurde er wegen Landesverrats verurteilt. Nach seiner Haftstrafe gelang ihm als Unternehmer der Schritt in ein bürgerliches Leben.
Thomas Bochet30.07.2026Kaum ein militärischer Gegenstand hat so lange gedient wie das Ordonnanzrad 05. Es widerspiegelt durch seine Geschichte fast ein Jahrhundert Armee- und Alltagsgeschichte. Durch seine militärische und zivile Nutzung und sprichwörtliche Unzerstörbarkeit verkörpert es ein Stück Schweizer Identität.
Christian Koller21.07.2026Im Juli 1936 sollte in Barcelona die «Olimpiada Popular» stattfinden, um gegen die Olympischen Spiele in Berlin zu protestieren. Am Eröffnungstag wurde die katalanische Metropole aber Schauplatz heftiger Kämpfe – der spanische Bürgerkrieg hatte begonnen. Zahlreiche Athletinnen und Athleten schlossen sich den Milizen zur Verteidigung der Republik an.
Murielle Schlup30.06.2026Nach dem Überfall des faschistischen Italiens auf Abessinien 1935 bat der abgesetzte äthiopische Kaiser Haile Selassie den Völkerbund in Genf um Unterstützung. Vergebens. Die Schweiz betrachtete ihn als «lästigen Gast» und verwehrte ihm das Asyl.