
Jugendunruhen auf Video
An den Opernhauskrawallen in den 80er-Jahren war das neue Medium Video an vorderster Front dabei.
Die Jungen von damals experimentierten mit der Anfang der 1970er-Jahre entwickelten Videotechnik. Sie war relativ billig, einfach und überall einsetzbar. Mit der Videotechnik erhielten politisch Engagierte ein Mittel, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Das neue Medium eignete sich vortrefflich, um ein Publikum zu erreichen und gleichzeitig authentisch zu bleiben. Während den Jugendunruhen der 80er-Jahre waren Videokameras an vorderster Front dabei.
Am 30. Mai 1980 nahmen die Unruhen mit dem sogenannten Opernhauskrawall ihren Anfang. Die Jugend fühlte sich kulturell benachteiligt und protestierte vor dem Zürcher Opernhaus für alternative Kulturangebote und gegen einen Kredit für den geplanten Umbau des Opernhauses. Die Polizei war mit einem grossen Aufgebot präsent – die Lage eskalierte. Die in dieser Zeit entstandenen Videoarbeiten sind einmalige Zeitzeugnisse einer bewegenden Zeit.


