
Kinderzüge für die Neutralität
Während des Zweiten Weltkriegs brachte das Schweizerische Rote Kreuz tausende kriegsgeschädigte Kinder aus Frankreich in die Schweiz. Was als humanitäre Hilfe galt, diente auch politischen Zwecken – doch nicht alle Kinder waren willkommen.
Kinderhilfe als Schweizer Tradition


10. Juli 1941: Belgische Kinder werden vom Bahnhof abgeholt. Die Kinderhilfe befindet sich noch unter der Leitung des SAK. Schweizerisches Nationalmuseum / ASL / Schweizerisches Nationalmuseum / ASL
Kinder aus Frankreich und Monaco wurden zunächst nach Lyon gebracht und von dort aus unter strengen Kontrollen deutscher Soldaten nach Genf gefahren. Nach einem feierlichen Empfang in der Schweiz wurden sie zur ärztlichen Kontrolle in Spitäler und Militärkantinen und anschliessend mit Sonderzügen in die jeweiligen Kantone gebracht. Nach drei Monaten fuhren die Kinder wieder nach Hause.
Humanitäre Hilfe oder politisches Kalkül?
Die Schweiz ist nicht für alle


