
Adolf Walter — Fabrikant und Landesverräter
Adolf Walter floh 1939 vor der Schweizer Justiz ins Deutsche Reich. Zurück in der Schweiz wurde er wegen Landesverrats verurteilt. Nach seiner Haftstrafe gelang ihm als Unternehmer der Schritt in ein bürgerliches Leben.
Mehrfach straffällig
Bis kurz vor Kriegsende lebte Walter in Stuttgart, er heiratete eine deutsche Frau und hatte mir ihr einen Sohn. Der Schweizer arbeitete in verschiedenen Werkzeugfabriken und gehörte laut eigenen Angaben vor Gericht einem Nachrichtendienst des Deutschen Reiches an, nähere Angaben dazu verweigerte er jedoch. Ein Zeuge schrieb den Schweizer Behörden 1946, dass Adolf Walter die SS finanziell unterstützt hatte. 1940 trat er dem «Bund Schweizer in Grossdeutschland» (BSG) bei und leitete in Stuttgart eine paramilitärische Sportgruppe, eine sogenannte Kampfstaffel. Walter brachte auf diesem Gebiet Erfahrung mit: Schon in Solothurn hatte er als Sportwart die Programme für die Sonntagsausmärsche des dortigen BTE-Ablegers organisiert.
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