
Vom Ende der Kässeli
Jahrzehnte lang bestimmten Sparkässeli das Finanzverhalten von Schweizerinnen und Schweizern. Und, sie prägten auch die Beziehung der Gesellschaft zu den Banken. Heute sind sie «Zeitzeugen» einer vergangenen Ära.
Spezielle Sparinstitute
Ein Schweizer Kulturgut und Werbeträger
Kässeli-Sammlung Kellenberger
Die Spezialsammlung von Theres und Werner Kellenberger umfasst 868 Sparbüchsen, Schlüssel und eine umfangreiche Dokumentation. Nachdem das Berner Ehepaar in den 1990er-Jahren über das Plastikkässeli irritiert war, welches der Bankangestellte ihnen nach der Eröffnung eines Sparheftes für ihre Enkeltochter aushändigte, begann es, schweizweit Metallkässeli zu sammeln.
Das Vorhaben wurde bald zu einem zeit- und raumfüllenden Hobby. Die beiden reisten im «Gegenwind des Zeitgeistes» zu diversen Banken in der ganzen Schweiz, um noch eine der alten Sparbüchsen zu ergattern. Wieder zu Hause fotografierten die Kellenberger die mitgebrachten Kässeli mit ihrer analogen Kamera, bevor sie die Dose in ihren Glasschrank einsortierten. Jede Sparbüchse, die sie erhielten, markierten sie ausserdem mit einem Punkt auf einer Landkarte. Ihr Ziel war eine Gesamtschau.
2004 gelangte die Sammlung schliesslich als Beitrag zur Kulturgeschichte des Münz- und Notensparens in die Sammlung «Technologie und Brauchtum» des Schweizerischen Nationalmuseums. In der Dauerausstellung Geschichte Schweiz im Landesmuseum Zürich sind zwölf dieser Kässli ausgestellt.
Das Vorhaben wurde bald zu einem zeit- und raumfüllenden Hobby. Die beiden reisten im «Gegenwind des Zeitgeistes» zu diversen Banken in der ganzen Schweiz, um noch eine der alten Sparbüchsen zu ergattern. Wieder zu Hause fotografierten die Kellenberger die mitgebrachten Kässeli mit ihrer analogen Kamera, bevor sie die Dose in ihren Glasschrank einsortierten. Jede Sparbüchse, die sie erhielten, markierten sie ausserdem mit einem Punkt auf einer Landkarte. Ihr Ziel war eine Gesamtschau.
2004 gelangte die Sammlung schliesslich als Beitrag zur Kulturgeschichte des Münz- und Notensparens in die Sammlung «Technologie und Brauchtum» des Schweizerischen Nationalmuseums. In der Dauerausstellung Geschichte Schweiz im Landesmuseum Zürich sind zwölf dieser Kässli ausgestellt.
Eine Erinnerung an die Bankenvielfalt
Trotzdem scheint die Schweiz nach wie vor einen emotionalen Bezug zu Münzen und Noten zu haben. Am 8. März 2026 entschied das Stimmvolk, dass die Bargeldversorgung durch den Bund gewährleistet werden muss und dies in der Bundesverfassung festgehalten wird.
Bankenland Schweiz
Die Schweiz zählt zu den bedeutendsten Finanzplätzen der Welt – doch was macht sie eigentlich zum Bankenland? Die Ausstellung zeigt, wie tief das Bankwesen in der Schweizer Identität verwurzelt ist. Jüdische Geldverleiher, lombardische Händler und später städtische «Wechselstuben» legten den Grundstein für den modernen Finanzplatz. Die Ausstellung beleuchtet nicht nur die historischen Entwicklungen, sondern lädt Besucherinnen und Besucher auch zur Auseinandersetzung mit dem Bankenland von heute ein.


