Christophe Droesch13.08.20261456 wurde ein Kessel Hirsebrei an einem Tag auf dem Wasserweg von Zürich nach Strassburg transportiert. Bei der Ankunft war der Brei immer noch warm. Die Reise wurde im Jahr 1576 wiederholt und als Meisterleistung gefeiert, unterstrich aber vor allem das Bündnis zwischen den beiden Städten in einer politisch und religiös angespannten Zeit.
Rolf Löffler11.08.2026Adolf Walter floh 1939 vor der Schweizer Justiz ins Deutsche Reich. Zurück in der Schweiz wurde er wegen Landesverrats verurteilt. Nach seiner Haftstrafe gelang ihm als Unternehmer der Schritt in ein bürgerliches Leben.
Jasmin Mollet06.08.2026Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wuchs die Kritik an dem Korsett: Es galt als gesundheitsgefährdend und einschränkend. Die Frauenbewegung kämpfte auch in der Schweiz für das Reformkleid – für Bewegungsfreiheit, Emanzipation und einen Schnitt, der dem Körper diente, anstatt einem Modediktat zu folgen.
Murielle Schlup04.08.2026Vor rund 100 Jahren sicherte eine Schwedin das Erbe der Schweizer Familie von Hallwyl, in die sie 1865 eingeheiratet hatte. Eine Spurensuche, die auch ins Landesmuseum Zürich führt.
Thomas Bochet30.07.2026Kaum ein militärischer Gegenstand hat so lange gedient wie das Ordonnanzrad 05. Es widerspiegelt durch seine Geschichte fast ein Jahrhundert Armee- und Alltagsgeschichte. Durch seine militärische und zivile Nutzung und sprichwörtliche Unzerstörbarkeit verkörpert es ein Stück Schweizer Identität.
Roland Gröbli28.07.2026Da sich neu- und altgläubige Orte nicht auf eine gemeinsame Schwurformel einigen konnten, fand der letzte gemeinsame Schwurtag der Alten Eidgenossen vor 500 Jahren, am 28. Juli 1526, statt.
Nicole Billeter23.07.2026Melancholie war in der Frühen Neuzeit allgegenwärtig: in Briefen, Berichten oder Biografien, aber auch in ärztlichen Traktaten oder theologischen Ausführungen. Eine Diagnose ist Spekulation, aber wir erkennen in manchen Beschreibungen das, was heute als Depression bezeichnet wird.
Christian Koller21.07.2026Im Juli 1936 sollte in Barcelona die «Olimpiada Popular» stattfinden, um gegen die Olympischen Spiele in Berlin zu protestieren. Am Eröffnungstag wurde die katalanische Metropole aber Schauplatz heftiger Kämpfe – der spanische Bürgerkrieg hatte begonnen. Zahlreiche Athletinnen und Athleten schlossen sich den Milizen zur Verteidigung der Republik an.