Genialer Zeitmes­ser

Andrej Abplanalp

Historiker und Kommunikations-Chef des Schweizerischen Nationalmuseums.

Der 29. Februar ist bekanntlich ein Schalttag. Er steht nur alle vier Jahre auf dem Kalender. Eingeführt hat ihn Papst Gregor XIII. im Jahr 1582. Die neue gregorianische Zeitrechnung wurde der Tatsache gerecht, dass ein Jahr 365,2425 Tage dauert. Nur vier Jahre später fertigte der geniale Astronom, Mathematiker, Instrumentenbauer und Uhrmacher Jost Bürgi für den deutschen Kaiser einen Himmels-Globus an, welcher die neue Zeitrechnung berücksichtigte. Er entwickelte das erste mechanische System, das in Schaltjahren den 29. Februar anzeigt. Bürgi stammte aus dem heutigen Kanton St.Gallen. Am Kaiserhof in Prag arbeitete er mit dem berühmten Astronomen Johannes Kepler zusammen.

Neben dem Himmels-Globus machte er zahlreiche weitere Erfindungen. Als Erster erstellte Bürgi eine Logarithmentafel. Ausserdem baute er eine Uhr mit drei Zeigern und führte damit die Sekunde als Zeiteinheit ein.

Himmelsglobus, hergestellt von Jost Bürgi, 1594. Foto: Schweizerisches Nationalmuseum

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