Gemälde von Albert Edward Sterner, das ein Abendessen nach der Oper im Delmonico’s im Jahr 1898 zeigt.
Gemälde von Albert Edward Sterner, das ein Abendessen nach der Oper im Delmonico’s im Jahr 1898 zeigt. Wikimedia

Die Schweizer Brüder, die Amerika das Dinieren lehrten

Ein knappes Jahrhundert lang gab es in Amerika kein eleganteres und kulinarisch anspruchsvolleres Restaurant als das Delmonico’s. Das 1827 von den beiden Tessiner Brüdern Giovanni und Pietro Delmonico in Manhattan eröffnete Restaurant war der Wegbereiter für eine Ära der Innovation, die in der Geschichte der amerikanischen Spitzengastronomie einmalig ist.

James Blake Wiener

James Blake Wiener

James Blake Wiener ist Historiker, Mitbegründer der World History Encyclopedia, Autor und PR-Spezialist, der in Europa und Nordamerika als Dozent tätig ist.

Webseite: worldhistory.org
Das Delmonico’s verdankt seinen Ursprung dem aussergewöhnlichen Leben von Giovanni Delmonico, einem seiner Gründer. Der in Mairengo oberhalb von Faido in der Leventina geborene Giovanni träumte schon früh von einem Leben auf See. Deshalb kehrte er als junger Mann der Enge seiner bergigen Kindheit den Rücken und heuerte auf der Suche nach Abenteuer und Reichtum auf einem Handelsschiff an.
 
Mehrere Jahre lang segelte Giovanni als Kapitän des dreimastigen Schoners Fidelity zwischen Spanien, Kuba und den Vereinigten Staaten hin und her. An Bord hatte er Rumfässer und andere Spirituosen. Inspiriert vom Unternehmergeist anderer Kapitäne, die nach ihrer Zeit auf See in New York ein eigenes Unternehmen gründeten, eröffnete auch er 1824 eine Weinhandlung mit spanischen und französischen Weinen. Seinen geschäftlichen Erfolg an Land verdankte er in erster Linie europäischen und amerikanischen Geschäftsleuten, die zu treuen Kunden seines Ladens in der Battery in der Nähe des Geschäftsviertels Manhattan wurden. Mit frischem Kapital ausgestattet kehrte Giovanni zwei Jahre später in die Schweiz zurück, um seinen älteren Bruder Pietro Antonio, der als Zuckerbäcker in Bern arbeitete, für sein neues Projekt zu gewinnen.
 
Nach langen Diskussionen legten die beiden Brüder ihre Ersparnisse – rund 20’000 US-Dollar, was heute etwa 666’000 US-Dollar entspricht – zusammen, um 1827 an der 23 William Street das erste französische Café mit Konditorei zu eröffnen, dem sie den Namen «Delmonico» gaben. Die Brüder verwendeten nur die erlesensten und frischesten Zutaten und bedienten die Kundinnen und Kunden in einem makellos sauberen Speisesaal einzeln an einfachen Tischen aus Kiefernholz. Pietros Frau war für die Kasse verantwortlich. Ihr Restaurant hob sich durch einen hohen Qualitätsanspruch, seine Sauberkeit und die persönliche Bedienung von der Konkurrenz ab. Ausserdem bot das Café den Geschäftsleuten neben der Auswahl an exquisitem Feingebäck, Pralinen, Kaffee, Tee, Weinen, Spirituosen und Zigarren einen Rückzugsort vom hektischen Treiben in Lower Manhattan. Reisende aus Europa, die der rauen amerikanischen Manieren und der Monotonie der amerikanischen Küche müde waren, fanden hier ein Stück Heimat.
Ein Panorama von 1849 mit dem geschäftigen Viertel Lower Manhattan, wo die ersten Delmonico’s-Restaurants eröffnet wurden.
Ein Panorama von 1849 mit dem geschäftigen Viertel Lower Manhattan, wo die ersten Delmonico’s-Restaurants eröffnet wurden. The Metropolitan Museum of Art
Ein Blick in die Küche von Delmonico’s im Jahr 1902. Das Foto auf der rechten Seite zeigt Feinbäcker beim Gestalten von Pièces montées.
Ein Blick in die Küche von Delmonico’s im Jahr 1902. Das Foto auf der rechten Seite zeigt Feinbäcker beim Gestalten von Pièces montées.
Ein Blick in die Küche von Delmonico’s im Jahr 1902. Das Foto auf der rechten Seite zeigt Feinbäcker beim Gestalten von Pièces montées. Wikimedia / Wikimedia
Das kleine Café verhalf den beiden Brüdern rasch zu beträchtlichem Reichtum, den sie in den Ausbau ihres Geschäfts investierten. Zwischen 1830 und 1831 mieteten sie das Gebäude neben ihrem Café an der 25 William Street, um dort das Delmonico’s Restaurant Français zu eröffnen. Mit einem zweisprachigen Menü auf Französisch und Englisch, einzelnen Preisen für die Gerichte und erlesenen französischen Speisen und Weinen traf das neue Restaurant den Geschmack des Publikums auf Anhieb. Es legte zudem die Grundlagen für die Führung von Nobelrestaurants in den Vereinigten Staaten. Von den Gästen wurde erwartet, dass sie strenge Etikett- und Anstandsregeln befolgten. Störende oder ausfällige Gäste erhielten dauerhaftes Hausverbot. Delmonico’s führte die Gepflogenheit ein, die Rechnung erst zu bringen, wenn der Gast danach verlangte – eine Praxis, die sich schliesslich in den gesamten Vereinigten Staaten durchsetzte.
 
Infolge des raschen Wachstums ihres Unternehmens luden Giovanni und Pietro 1831 ihren Neffen Lorenzo ein, die Schweiz zu verlassen und für sie zu arbeiten. Der erst 19-jährige Lorenzo reiste nach New York City, wo er mit seinen Onkeln arbeitete, bevor er 1848 die Leitung des Delmonico-Imperiums übernahm.
Porträt von Lorenzo Delmonico (1813–1881).
Porträt von Lorenzo Delmonico (1813–1881). The New York Public Library
Lorenzo verfügte über ein untrügliches Gespür für die Gründung von Unternehmen. Wie andere europäische Geschäftsmänner, die vor dem Bürgerkrieg in Amerika arbeiteten, bewunderte er die Dynamik der Amerikanerinnen und Amerikaner und ihre Aufgeschlossenheit für Neuerungen. Er war überzeugt, dass New York London eines Tages als wichtigstes Finanzzentrum der Welt ablösen würde. Zudem verstand er, dass Unternehmergeist eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung New Yorks spielte, und wie er die wohlhabenden Banker, Grossindustriellen, Anwälte und Politiker von Manhattan verwöhnen konnte, die dank den technologischen Wundern der Industrialisierung stattliche Profite erzielten.

Bei mir in Washing­ton gibt es viele Villen, aber keine Köche wie Ihre.

US-Präsident Abraham Lincoln zu Lorenzo Delmonico bei einem Essen im Delmonico’s während des amerikanischen Bürgerkriegs (1861–1865)
Dem Beispiel seiner Onkel folgend, stellte Lorenzo sicher, dass die Delmonico-Betriebe ihr europäisches Flair bewahrten, aber mit eiserner Hand geführt wurden. Er beaufsichtigte den Fleischkauf auf den Märkten von Fulton und Washington persönlich und reiste häufig nach Brooklyn, um die Arbeit auf der Delmonico-Farm zu beaufsichtigen, welche die Delmonico-Restaurants mit frischem Gemüse und Obst belieferte. Am liebsten kümmerte sich Lorenzo aber um den Abendservice und die Begrüssung seiner Gäste, deren Treue zum Delmonico’s an der 2 South William Street nicht zuletzt seiner gastfreundlichen Präsenz im Saal zu verdanken war.
 
Das Restaurant, das von den New Yorker Zeitungen The Citadel getauft wurde, war über drei Stockwerke hoch und seine Säulen stammten Berichten zufolge aus Pompeii. Mit einem Weinkeller, der über 16’000 Flaschen umfasste, und dem mehrere Dutzend Seiten langen handgemalten Menü, gedruckt auf kostbarer Seide von Tiffany & Co., bot es den New Yorkerinnen und New Yorkern ein Esserlebnis, das seinesgleichen suchte.
 
Bei ihrer Ankunft in The Citadel wurden die Gäste an ihren Tisch geführt und wählten zwischen französischem, russischem oder amerikanischem Service. Anschliessend wurden ihnen noch vor den Vorspeisen Getränke, frische Austern, eine Suppe, Hors d’œuvres, Fisch und Zwischengang serviert. Der mit prunkvollen Vorhängen aus importierter Seide und Satin dekorierte dritte Stock von The Citadel war für private Essen reserviert. Dank der riesigen Küche konnten Lorenzo und seine Angestellten von The Citadel nicht nur private Anlässe ausrichten, sondern auch Partys, High-Society-Galas und Bälle bis nach Newport auf Rhode Island beliefern. Illustre Persönlichkeiten jener Zeit wie Charles Dickens, Mark Twain, Nikola Tesla, Napoleon III., Oscar Wilde, Jenny Lind und der Grossfürst Alexei Alexandrowitsch von Russland schwärmten von The Citadel. Es war jedoch der Zuspruch wohlhabender New Yorker wie Cornelius Vanderbilt, John Jacob Astor III und J. P. Morgan, die den anhaltenden Erfolg der Delmonico-Marke endgültig sicherten.
Gäste an der Geburtstagsparty von Mark Twain im Delmonico’s, 1905.
Gäste an der Geburtstagsparty von Mark Twain im Delmonico’s, 1905. Library of Congress
Ein gesellschaftliches Mittagessen der Damen im Delmonico’s. Das Restaurant war das erste in den Vereinigten Staaten, in dem Frauengruppen ohne Begleitung von Männern essen konnten.
Ein gesellschaftliches Mittagessen der Damen im Delmonico’s. Das Restaurant war das erste in den Vereinigten Staaten, in dem Frauengruppen ohne Begleitung von Männern essen konnten. Sammlung des Museum of the City of New York.

Geben Sie bloss kein Diner bei Delmonico’s! Ich habe es gestern getan, und es ist eine Sünde, so viel Geld für den eigenen Bauch auszugeben.

Der englische Autor William Makepeace Thackeray an den amerikanischen Dichter Bayard Taylor.
Statt sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, baute Lorenzo sein Firmenimperium im Alter weiter aus und eröffnete neue Restaurants an der Fourteenth Street und am Madison Square, als die Elite Manhattans in den 1860er- und 1870er-Jahren nordwärts zogen. Ausserdem stellte er 1862 den ersten Starkoch Amerikas, Charles Ranhofer, ein, der der Delmonico-Familie während über drei Jahrzehnten treu blieb. In den 1870er-Jahren stand Delmonico’s für kulinarische Innovation. Delmonico Potatoes, Lobster Newberg und vielleicht sogar Chicken à la King entstanden in seinen Küchen und seine Spezialität, das Delmonico Steak, war weit über die Grenzen hinaus bekannt. Eggs Benedict sollen ebenfalls aus der Delmonico-Küche stammen, auch wenn über ihren Ursprung bis heute Uneinigkeit herrscht. Des Weiteren wurde der Name für das Dessert Baked Alaska vom Delmonico’s geprägt.

Versuchen Sie ein Rezept von Delmonico’s!

Kalte Gerichte wurden im Delmonico’s oft mit Käsestangen dekoriert. Diese wurden traditionell mit einem Teig aus Käse hergestellt, der zu gleichmässigen, dünnen Stäbchen gebacken wurde. Im folgenden einfacheren Rezept wird Blätterteig verwendet. Es ergibt ungefähr 36 Stück.

500 g Blätterteig
2 Eigelb, verquirlt
100 g Parmesan, fein gerieben
Paprika


Den Blätterteig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem sauberen, dünnen Rechteck ausrollen. Eine Stunde kühl stellen.

Den Teig in zwei gleich grosse Rechtecke schneiden. Beide Stücke dünn mit dem verquirlten Ei bestreichen. Ein Stück grosszügig mit Parmesan bestreuen. Mit Frischhaltefolie abdecken und vorsichtig mit einem Wallholz darüber rollen, damit der Käse am Teig haftet. Die Frischhaltefolie entfernen und den Teig leicht mit Paprika bestäuben. Das zweite Stück Blätterteig mit der bestrichenen Seite nach unten darauflegen und erneut leicht darüber rollen, damit die Schichten aneinanderhaften. Eine Stunde kühl stellen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier oder Silikonmatten auslegen.

Den Teig in ca. 10 cm lange und 1,5 cm breite Streifen schneiden. Jeden Streifen zu einer Spirale drehen. Die Streifen mit ca. 2,5 cm Abstand auf die vorbereiteten Bleche legen. Ca. 12 Minuten backen, bis sie aufgegangen und goldbraun sind.
1881 starb Lorenzo und hinterliess seine Geschäfte seinem Neffen Charles Delmonico, der 1884 verstarb. Charles’ Schwester Rosa Delmonico und anschliessend seine Neffe und Namensvetter Charles Crist Delmonico führten die Geschäfte erfolgreich weiter, bis Charles Crist Delmonico 1901 an Tuberkulose starb. Der andauernde Familienzwist zwischen dem Erben Lorenzo Crist Delmonico und der Erbin Josephine Crist Delmonico belastete die Finanzen des Restaurants in einer an sich bereits schwierigen wirtschaftlichen Zeit.
Die Delmonico-Familie pflegte stets eine enge Beziehung zur Schweiz und zur Schweizer Diaspora: Menü eines Banketts des New York Swiss Club im Jahr 1905.
Die Delmonico-Familie pflegte stets eine enge Beziehung zur Schweiz und zur Schweizer Diaspora: Menü eines Banketts des New York Swiss Club im Jahr 1905. The New York Public Library
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Die Delmonico-Familie pflegte stets eine enge Beziehung zur Schweiz und zur Schweizer Diaspora: Menü eines Banketts des New York Swiss Club im Jahr 1905.
The New York Public Library
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Die Delmonico-Familie pflegte stets eine enge Beziehung zur Schweiz und zur Schweizer Diaspora: Menü eines Banketts des New York Swiss Club im Jahr 1905.
The New York Public Library
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Die Gäste schwärmten zwar weiter von der Küche und der edlen Atmosphäre im Delmonico’s, aber die Gastronomieszene der Stadt erfuhr zum Ende des Jahrhunderts einen tiefgreifenden Wandel. Die während dem Gilded Age in New York angehäuften Vermögen führten zu neuen gesellschaftlichen Trends, kulinarischen Vorlieben und Konkurrenten, die es auf die Geldbörsen anspruchsvoller Kundinnen und Kunden abgesehen hatten.
 
Zu den ernstzunehmenden Rivalen gehörte das Sherry’s, das 1890 direkt gegenüber des Delmonico’s in Midtown Manhattan eröffnet wurde. Mit seiner prunkvollen Einrichtung und mondänen Kundschaft legte das Sherry’s ebenso viel Wert auf Spektakel wie auf Gastronomie und verkörperte damit die sich wandelnden Vorlieben der damaligen Eliten. Beim Essen ging es nicht länger um kulinarische Auszeichnung sondern vielmehr um Spass, gesellschaftliches Theater und Modernität.
 
Für die Familie Delmonico, die ihren Ruf vor dem Bürgerkrieg aufgebaut und über Jahrzehnte mit strategischen Geschäftsentscheiden sorgfältig gefestigt hatte, ging es bei dieser Konkurrenz um mehr als ein Wettstreit um Reservationen. Sie deutete auf einen tiefgreifenden Wandel hin, der New York und in einem weiteren Sinn die Vereinigten Staaten neu prägte: Gesellschaftlicher Einfluss und Vermögen gingen von den alten Kaufmannsfamilien auf eine neue Sorte wohlhabender Geschäftsmänner und Erbinnen über, die Spektakel und Selbstdarstellung über alles stellten.

Rhythmus eines neuen Jahrhunderts

Delmonico’s konnte sich nicht mehr nur auf die Tradition der alten Welt verlassen und musste sich an den Rhythmus des neuen Jahrhunderts anpassen. In den Restaurants wurden Telefone und Ventilatoren installiert, auf den Menüs erschienen neue Gerichte und Cocktails. Orchester sorgten für Hintergrundmusik und musikalische Untermalung für die Gäste. Auch wenn Delmonico’s luxuriöse Speisesäle die Gäste weiter beeindruckten und darin exklusive Partys gefeiert wurden, reichte dies schlussendlich nicht aus, um den zunehmend rasenden Fortschritt aufzuhalten.
 
The Citadel wurde kurz nach Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg im Jahr 1917 geschlossen. Das Inkrafttreten des 18. Verfassungszusatzes (1919) und die damit verbundene Einführung der Prohibition im Jahr 1920 destabilisierten das übriggebliebene Geschäft der Delmonico-Familie zu Beginn des Jazz-Zeitalters weiter.
 
Am 21. Mai 1923 schloss das letzte Delmonico’s-Restaurant an der Fifth Avenue und 44th Street aufgrund der geänderten Vorlieben, finanziellen Schwierigkeiten und den sich häufenden Folgen der kriegsbedingten Umbrüche und der Einschränkungen durch die Prohibition seine Türen. Die verbleibenden Erbinnen, Erben und Gläubiger von Delmonico teilten das Vermögen unter sich auf und läuteten damit das leise Ende der langen und reichen Geschichte von Amerikas berühmtesten Speiserestaurant ein.
Das einzige überlebende Gebäude, in dem sich einst ein Delmonico’s-Restaurant befand: Das alte Citadel ist immer noch ein geliebtes Wahrzeichen von New York City.
Das einzige überlebende Gebäude, in dem sich einst ein Delmonico’s-Restaurant befand: Das alte Citadel ist immer noch ein geliebtes Wahrzeichen von New York City. Wikimedia
Die Geschichte der Delmonico-Familie und ihrer Restaurants ist ein packendes Kapitel der schweizerisch-amerikanischen Beziehungen, das zeigt, wie der Ehrgeiz von Einwanderern und der kulturelle Austausch die Vereinigten Staaten in den Jahrzehnten ihres stärksten Aufschwungs prägten. Während New York City zu einer Weltstadt aufstieg, stand Delmonico’s an der Schnittstelle zwischen Handel, Politik und Kultur und war so Ausdruck und Beschleuniger der Ambitionen einer aufstrebenden Nation.
 
Über mehrere Generationen hindurch verwandelte die Delmonico-Familie den Begriff eines «Restaurants» von einem Speiseort in eine Institution der amerikanischen Gesellschaft und machte eine nach Kultiviertheit gierende Republik mit den kulinarischen Traditionen Europas vertraut. Ihr Erbe geht weit über in Vergessenheit geratene Rezepte und wunderschön gedruckte Menüs hinaus: Delmonico’s setzte Massstäbe für Gastfreundlichkeit, Bedienung und Raffinesse, die bis heute in den USA und weltweit nachwirken.

Delmonico’s war das erste Speiselokal in den Vereinigten Staaten, das...

... seinen Gästen gedruckte Menüs anbot,
... Tischdecken auflegte,
... sich «Restaurant» nannte,
... Gästen einen eigenen Tisch zuwies,
... eine separate Weinkarte führte,
... Kassiererinnen beschäftigte,
... einen «Starkoch» hatte,
... private Speisezimmer zur Reservation anbot,
... Frauen erlaubte, in Gesellschaft ohne männliche Begleitung zu speisen.

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