
Die Macht der Spiele
Immer wieder nutzen Regenten den Sport als Bühne für sich und ihre Ideale. Das begann schon in den Amphitheatern der Römer und ist bis heute gang und gäbe. Auch in der Schweiz.
Antike: Spiele und kaiserliche Gnade
Mittelalter: Ritterturniere als Machtpolitik
Neuzeit: Schwingen unter politischer Regie
20. Jahrhundert: Symbolpolitik im Trikot und Inszenierung auf der Piste
Ein Beispiel dafür ist Nelson Mandela bei der Rugby-WM 1995. Der erste schwarze Präsident Südafrikas erschien zum Final gegen Neuseeland im Trikot der südafrikanischen Nationalmannschaft. Rugby war traditionell der Sport der weissen Bevölkerung Südafrikas. Mandela eignete sich ein Symbol an, das die schwarze Bevölkerungsmehrheit mit der Apartheid verband. Vor einem Millionenpublikum verkörperte er so die nationale Versöhnung zwischen Schwarzen und Weissen.
Swiss Sports History

Dieser Text ist in Zusammenarbeit mit Swiss Sports History, dem Portal zur Schweizer Sportgeschichte, entstanden. Die Plattform bietet schulische Vermittlung sowie Informationen für Medien, Forschende und die breite Öffentlichkeit. Weitere Informationen finden Sie unter sportshistory.ch.


